U-Untersuchung für Kinder PLUS Eltern beim Pädiater zur Förderung der kindlichen Entwicklung mit Impuls aus frauenärztlicher Schwangerenvorsorge
UPlusE
- Typ:
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Projekt
- Medizinische Fachrichtungen:
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Gynäkologie // Kinder- und Jugendheilkunde // Psychiatrie und Psychotherapie
- Projekt von:
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01.08.2023
- Projekt bis:
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31.12.2026
- Schlagwörter:
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App // Depression // mental Health // Monitoring // Peripartal // Postpartal // pränatal // sektorenübergreifend // Versorgungsforschung
- Versorgungsebene:
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allgemeine fachärztliche Versorgung // Prävention/Gesundheitsförderung
- Zielsetzung:
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Verbesserung der psychischen Gesundheit von Familien in der Peri-/Postpartalzeit durch Früherkennung und frühe Behandlung. Stigmatisierung soll abgebaut werden. Empfehlungen zur Umsetzung und Finanzierung der neuen Versorgungsform in der Regelversorgung können abgeleitet und definierte Leistungen flächendeckend eingeführt werden. Hypothesen: 1. Es kommen mehr Eltern mit Symptomen peri-/postpartaler Depressionen und/oder Hinweisen für psychosoziale Belastungen bis zur U6 in Behandlung/Beratung (primärer Endpunkt). 2. Betroffene zeigen am Projektende weniger depressive Symptome und eine bessere Eltern-Kind-Beziehung. 3. Das Projekt ist in der Breite umsetzbar und wird von Behandlern und Eltern angenommen.
Beschreibung
Frauen in der 30.-34. Schwangerschaftswoche und postpartale Eltern (U3-U6) füllen in der App validierte Fragebögen zu Depressionen, psychosozialen Belastungen und Eltern-Kind-Beziehung aus. Die EPDS dient als Screening-Instrument für Depressionen, KID-PROTEKT-Anhaltsbogen für psychosoziale Belastungen und der Postpartum Bonding Questionnaire für Eltern-Kind-Beziehung. Zudem erhalten alle Eltern Informationen zu Geburt und Elternrolle via App. In der Interventionsgruppe (IG) werden Fragebogenergebnisse direkt in der App angezeigt und verschlüsselt übertragen. Sie erhalten auch regionale Kontaktdaten von Psych-Behandlern und anderen Unterstützungsgruppen. Bei hohen EPDS- oder PBQ-Scores werden Betroffene zur Hilfe ermutigt. Betroffene der Kontrollgruppe (KG) erhalten dieselben Fragebögen, aber die Besprechung erfolgt erst bei der U6. Bei Suizidalität erhalten Betroffene und Behandler eine automatische Nachricht mit Anlaufstellen. Gynäkologen und Pädiater erhalten Online-Schulungen zum Umgang mit dem Screening und peripartalen psychischen Erkrankungen. Die Psych-Behandlung ist Regelversorgung und die Online-Schulung für die Psych-Behandler wird im Vorfeld erstellt.Abgeleitete Maßnahmen
Bei positivem Screening werden Betroffene bedarfsgerecht interdisziplinär an Psych-Behandler/Frühe Hilfen weitergeleitet.Zusätzliche Maßnahmen
Bei Suizidalität erhalten Betroffene und Behandler eine automatische Nachricht mit Anlaufstellen.Informationsgewinnung und -übertragung
Per Fragebögen in der PraxisApp.Informationsempfänger und -verarbeitung
Informationsgewinnung: Niedergelassene Gynäkologen/Gynäkologinnen, Niedergelassene Kinder- und Jugendärzte / Kinder- und Jugendärztinnen; Telemedizinscher Dienstleister erstellt die Auswertung der Scores und sendet pseudonimisiert die Informationen dem Evaluationszentrum zur Verfügung.Zielgruppe:
Zielgruppe sind deutschlandweit Schwangere und Eltern, die selbst bzw. deren Kinder bei einer teilnehmenden BKK versichert sind. Die neue Versorgungsform soll App-basiert psychisch erkrankte und psychosozial belastete Eltern in der Peripartalzeit frühzeitig durch ein Screening erfassen und niederschwellig je nach Bedarf in Psych-Behandlung oder psychosoziale Beratung bringen. Dazu haben Schwangere ab der 25. SSW die Möglichkeit, sich bei ihrem Frauenarzt und Eltern ab der U3 sich beim Pädiater in das neue Modul UPlusE des etablierten Selektivvertrags BKK STARKE KIDS einzuschreiben.Einschlusskriterien
An UPlusE können alle Eltern und Schwangere teilnehmen, die selbst oder deren Kinder bei einer teilnehmenden BKK versichert sind.Ausschlusskriterien
Ausschlusskriterien sind fehlende Einwilligungsfähigkeit oder fehlende Möglichkeit, die Fragebögen in der App auszufüllen (kein Smartphone, unzureichende Sprach- oder Lesefähigkeiten). Arztpraxis bietet Praxisapp nicht an Kinderarzt/Kinderärztin nimmt nicht an BKK Starke Kids teilTeilnehmende Versicherte:
Geplante Anzahl: 11000
Einzugsgebiet: Bundesweit
Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherten
Deutschlandweit, bei Versicherten aller teilnehmenden BKKs, Versorgung multizentrischAuswahl-/Zugangsverfahren der Leistungserbringer:
Schulung der Ärzte durch bereitgestelltes Online-Schulungsmaterial Teilnahme am BKK Starke Kids - Vertrag1. Kostenträger:
Innovationsausschuss beim G-BA
Adresse:
Gutenbergstraße 13
10587 Berlin
Teilnehmende Leistungserbringer:
ÄrzteWeiterführende Informationen
Keine Angabe durch den Projektträger
Durchführung einer Evaluation:
Vorgesehen
Typ der Evaluation:
Compliance // Medizinisch
Ziele der Evaluation:
Die Hauptfragestellung der Evaluation des UPlusE-Projektes lautet, ob durch die niedrigschwellige Intervention die Inanspruchnahme von entsprechenden Hilfsangeboten durch Eltern mit psychischen oder psychosozialen Problemen verbessert werden kann. Die Arbeitshypothese der Evaluation ist, dass eine signifikant höhere Inanspruchnahme in der Interventionsgruppe zwischen Einschluss in das Projekt und U6 nachgewiesen werden kann.Durchführende Organisation:
Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
Ellernholzstraße 1/2
17489 Greifswald
Deutschland
Art/Typ des Evaluationskonzeptes:
Die Intervention im UPlusE wird multidimensional und mit unterschiedlichen Methoden wissenschaftlich evaluiert, die in der Kombination eine umfassende Bewertung der verschiedenen Aspekte des Projektes erlauben. Einzigartig in UPlusE ist, dass sowohl Eltern mit Hinweisen auf psychische und psychosoziale Probleme als auch psychisch und psychosozial unauffällige Eltern in die Evaluation eingeschlossen werden.Art des Evaluationsdesigns:
Die Evaluation wird in einem cluster-randomisierten kontrollierten Design durchgeführt. Diese Cluster-Randomisierung findet auf Praxisebene (Kinder- und Frauenarztpraxen) statt, da die Intervention die Organisationsstruktur der gesamten Praxis betrifft: dazu gehören teilnehmer-individuelle Aspekte, organisatorische und Implementationsaspekte.Art der verwendeten Daten:
Primäre Indikatoren sind die Inanspruchnahme von Psych-Behandlung und „Frühen Hilfen“, gemessen durch Selbstauskunft in der App. Sekundäre Indikatoren sind die Depressivität, die Eltern-Kind-Beziehung und das Ausmaß psychosozialer Belastungen, gemessen mit standardisierten Fragebögen (EPDS, PBQ und KID-PROTEKT-Anhaltsbogen). Weitere Indikatoren sind die kindliche Regulation sowie Angaben von Patienten und Ärzten über die Apps zur Zufriedenheit mit dem Screening.Ergebnisse:
Noch nicht durchgeführt.Vorhandene Rechtsgrundlage
Öffentliche Förderung
§ 140 a SGB V (Integrierte Versorgung)
Zusätzliche Rechtsgrundlage
§ 140a SGB V, § 24c SBG V, § 26 SGB V, § 1 SGB VIII in Kombination mit § 630a BGBGenutzte Förderprogramme
Förderung aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen (§ 92a Absatz 1 Satz 1 und 8 SGB V)
Verwendete Standards:
Keine Angabe durch den Projektträger
Weitere verwendete Standards:
Keine Angabe durch den Projektträger
Verwandte Projekte:
Keine Angabe durch den Projektträger
Kontakt
Veröffentlichungen
Wissenschaftliche Publikationen:
Keine Angabe durch den Projektträger
Datenschutzkonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger
Qualitätssicherungskonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger