Mind:Pregnancy - Online-basierte Achtsamkeitsintervention zur Stärkung psychischer Stabilität von Schwangeren und Förderung einer physiologischen Geburt
Mind:Pregnancy
- Typ:
-
Projekt
- Stand:
-
22.04.2022
- Medizinische Fachrichtungen:
-
Gynäkologie // Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie
- Projekt von:
-
01.07.2018
- Projekt bis:
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30.06.2022
- Schlagwörter:
-
Coaching // Depression // Frühgeborene und Neugeborene // interdisziplinär // kassenübergreifend // mental Health // mobile Health // Monitoring // pränatal // Schwangerschaft
- Versorgungsebene:
-
ambulante Versorgung
- Zielsetzung:
-
- Reduktion von Depressions- und Angstsymptomen während der Schwangerschaft
- Förderung einer gesunden Schwangerschaft durch gesundheits- und ressourcenorientierte Bewältigungsstrategien
- Erhöhung des Anteils interventionsarmer Geburten
- Reduktion der Sectiorate
Beschreibung
Hauptzweck der Applikation ist die Anwendung als Web-/Mobile-Applikation, die durch Nutzerinnen und das Behandlungsteam genutzt werden kann. Erfasst werden Stammdaten von Nutzerinnen, Anamnesedaten, die medizinische Vorgeschichte und soziodemografische Daten.
Über die Applikation werden klinisch validierte Assessment-Scores berechnet, bei vordefinierten Cut-Off-Werten und Befunden wird das Behandlungsteam informiert. Weitere Funktionalitäten sind das Coaching, Empfehlungen zum Selbstmanagement (z. B. Übungen), die Nachverfolgung medizinischer Assessments inkl. Rückmeldung an das Behandlungsteam sowie die Weitervermittlung an das interne Behandlungsteam (bei Auffälligkeiten zur Abklärung durch Psychologen).
Das Menü der Applikation ist im Normalfall eingeklappt und über den „Hamburger-Button“ in der linken oberen Ecke der Applikation ausklappbar. Zu den Inhalten zählen hier u. a. die Bereiche Start, Team, Impressum, Datenschutz und AGB. Im Home-Bereich stehen alle frei gegebenen Module (inkl. Ratgeber) und der Bereich Gesundheitsverlauf zur Verfügung. Während der Nutzung der Applikation wird in spezifizierten Intervallen ein neues Modul für die Nutzerin frei gegeben. Die bisher frei gegebenen Module sind weiterhin verfügbar und können beliebig oft bearbeitet werden. Die Module bestehen z. B. aus Textelementen, Audioübungen oder Yoga-Übungen zum Thema Achtsamkeit. Innerhalb der Module werden für die Nutzerinnen im Ratgeber Informationen zur Schwangerschaft und Entwicklung des Babys dargestellt. Der Gesundheitsverlauf bietet eine Übersicht des bisherigen Verlaufes des Gesundheitszustandes und der Module. Favorisierte Inhalte können zu den Favoriten hinzugefügt werden und von der Nutzerin, wenn gewünscht, mehrfach abgerufen werden.
Abgeleitete Maßnahmen
- Information der Nutzerin
- Information des Behandlungsteams + Kontaktaufnahme mit der Patientin
Zusätzliche Maßnahmen
Die Koordinierenden Stellen in Heidelberg und Tübingen bieten den Nutzerinnen die telefonische Erreichbarkeit an.
Informationsgewinnung und -übertragung
Die Nutzerinnen könnden die Daten in der Web-/Mobile-App erfassen.
Informationsempfänger und -verarbeitung
Die Nutzerinnen erhalten mithilfe der Applikation Informationen. Bei der Beantwortung des EPDS-Fragebogens kann die Nutzerin einen Alarm auslösen. Diesen erhält das Behandlungsteam.
Zielgruppe:
Zu der Zielgruppe zählen alle Schwangeren aus Baden-Württemberg, die bei einer der teilnehmenden Krankenkasse versichert sind.
Einschlusskriterien
- Schwangere jeden Alters (< 18 mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten)
- Deutschkenntnisse
- Schwangerschaftsalter 13.-28. SSW
- GKV-Versicherung bei einer der teilnehmenden Krankenkassen
- Internetzugang
- schriftliche Einverständniserklärung und Einwilligung der Datenverarbeitung muss bis zur 28. SSW vorliegen
Ausschlusskriterien
- Schwangerschaftsalter < 13. SSW oder > 28. SSW
- Mehrlingsschwangerschaften
- hohes Frühgeburtsrisiko
Teilnehmende Versicherte:
Geplante Anzahl: 5743
Erreichte Anzahl: 5250
Geplante Anzahl: 5743
Einzugsgebiet: DE Baden-Württemberg
Geplante Anzahl: 5743
Erreichte Anzahl: 5250
Geplante Anzahl: 5743
Einzugsgebiet: DE Baden-Württemberg
Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherten
Das Depressions-Screening und damit die Rekrutierung der Studienteilnehmerinnen erfolgt über die niedergelassenen Frauenärzte oder die behandelnden Ärzte der verschiedenen Modellkliniken. Dieses Screening wird im Rahmen eines Selektivvertrages der beteiligten Krankenkassen angeboten und ist nicht Bestandteil der Fall-Kontroll-Studie. Den positiv gescreenten Schwangeren wird ein psychologisches Erstgespräch in den Koordinierenden Stellen (KOS) Heidelberg oder Tübingen angeboten. In diesem Erstgespräch wird eine akute Behandlungsbedürftigkeit evaluiert und die Schwangere ggfs. dieser in der Regelversorgung zugeführt.
Gehört die Schwangere zum großen Teil der subklinischen Patientinnen, das heißt, sie ist auffällig im Screening, aber erfüllt aktuell keine psychiatrische Diagnose oder Behandlungsbedürftigkeit, kann sie in die Studie eingeschlossen werden.
Die Aufklärung und Einwilligung in die Studienteilnahme erfolgt ebenfalls über die KOS Heidelberg oder Tübingen.
Teilnehmerinnen, die nach dem Screening nicht für die Studienteilnahme in Frage kommen, können ggfs. zu themenverwandten Forschungsprojekten in den Bereichen Schwangerschaft bzw. digitale edukative Versorgungsmodule zur Verbesserung der Patientenkompetenz und Aufklärung im Rahmen der Schwangerschaft- und Familiengesundheit erhalten.
Ein- und Ausschlusskriterien werden nach Abfrage in der Studiendatenbank dokumentiert
Einbindung der Versicherten:
keine Einbindung
Auswahl-/Zugangsverfahren der Leistungserbringer:
vertragliche Regelungen: Weiterleitungsverträge, Selektivvertrag, Konsortialvertrag, Kooperationsverträge
1. Kostenträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Web: http://www.dlr-pt.de
Adresse:
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Deutschland
2. Kostenträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Web: http://www.dlr-pt.de
Adresse:
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Deutschland
Teilnehmende Leistungserbringer:
Krankenhäuser // ÄrzteSonstige Teilnehmende Leistungserbringer:
Krankenkassen
Weiterführende Informationen
Keine Angabe durch den Projektträger
Durchführung einer Evaluation:
Laufend
Typ der Evaluation:
Compliance // Medizinisch // Technisch // Usability // Ökonomisch
Ziele der Evaluation:
Die Nutzerstatistiken für die Evaluation werden ausschließlich aus anonymisierten Daten erstellt. Die Nutzerstatistiken bestehen aus aggregierten Daten. Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer sind somit ausgeschlossen. Nur ausgewählte und benannte Mitarbeiter, welche auf Vertraulichkeit der Verarbeitung verpflichtet wurden, können im Bedarfsfall (Bereitstellung Nutzerstatistiken und Fehleranalyse) auf die durch das EMBI-System erfassten Daten zugreifen.
In die Evaluation des Mind:Pregnancy sollen auch statistische Erhebungen zur Nutzung des EMBI-Systems einfließen. Für diesen Zweck werden folgende Daten erhoben: Anzahl und Dauer der Nutzung sowie Komplettierung einzelner Module, Nutzung der Videokonferenz, Nutzungsverhalten, Komplettierung der Fragebögen. Bei Nichterfüllen der Einschlusskriterien (z.B. negativen Screening) erhalten Schwangere Informationen zu themenverwandten Forschungsprojekten in den Bereichen Schwangerschaft bzw. digitale edukative Versorgungsmodule zur Verbesserung der Patientenkompetenz und Aufklärung im Rahmen der Schwangerschaft- und Familiengesundheit.
Durchführende Organisation:
Ludwig-Maximilians-Universität München, Department Psychologie, Klinische Psychologie des Kindes- & Jugendalters & Beratungspsychologie
Leopoldstr. 13
80802 München
Deutschland
zur Website
Art/Typ des Evaluationskonzeptes:
Ein Evaluationskonzept liegt vor.
Art des Evaluationsdesigns:
Keine Angabe durch den Projektträger
Art der verwendeten Daten:
Keine Angabe durch den Projektträger
Ergebnisse:
Die abschließende Evaluation steht noch aus.
Outcome
Primäres Studienziel des Projektes ist die signifikante Reduktion von Depressions- und Angstsymptomen bei Schwangeren mit erhöhter Symptomatik durch eine Teilnahme an der 8-wöchigen eMBI. Ebenso soll die Autonomie der Schwangeren in Hinblick auf die Geburt verstärkt werden.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, die klinische Effektivität einer eMBI im dritten Trimenon der Schwangerschaft auf die Symptombelastung bei in einem klinischen Screening auffälligen Schwangeren zu untersuchen. Hierbei werden folgende inhaltliche Hypothesen geprüft:
Die Intervention führt bei betroffenen Frauen zu
1. Sinkender Symptombelastung bzw. einer niedrigeren Prävalenz peripartaler Depressionen
2. Sinkenden Niveaus neuroendokriner Stressmarker
3. Steigender Lebenszufriedenheit
4. Subjektiv positiverem Erleben der Geburt und der Bindung zum Säugling
5. Einer Verringerung der Häufigkeit von primären und sekundären Kaiserschnitten
Intervention
Die individuelle Studiendauer beträgt sowohl in der Interventions- als auch in der Kontrollgruppe 13 Monate. In der Interventionsgruppe liegt der Zeitaufwand für die Studienteilnehmerinnen für ein wöchentlichen Achtsamkeitsmodul bei ungefähr 30-45 min und bei 30 min pro Visite. Der Ratgeber kann individuell genutzt werden.
Kontrollgruppe
Die individuelle Studiendauer beträgt sowohl in der Interventions- als auch in der Kontrollgruppe 13 Monate. In der Kontrollgruppe liegt der Zeitaufwand für die Studienteilnehmerinnen bei 30 min pro Visite. Der Ratgeber kann individuell genutzt werden.
Patientenkollektiv
- weiblich
- schwanger
Vorhandene Rechtsgrundlage
§ 140 a SGB V (Integrierte Versorgung)
Öffentliche Förderung
Zusätzliche Rechtsgrundlage
§ 92a Abs. 1 SGB V
Genutzte Förderprogramme
Förderung aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen
Kennung: 01NVF17034
Förderung aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen
Kennung: 01NVF17034
mindmom-Applikation
Verwendete Standards:
Keine Angabe durch den Projektträger
Weitere verwendete Standards:
Keine Angabe durch den Projektträger
Verwandte Projekte:
Keine Angabe durch den Projektträger
Kontakt
Veröffentlichungen
Wissenschaftliche Publikationen:
Psychische_Belastungen_Schwangerschaft_FRAUENARZT_59_2018.pdf (2 MB)
Psychische_Belastungen_Schwangerschaft_FRAUENARZT_60_2019.pdf (285 KB)
Datenschutzkonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger
Qualitätssicherungskonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger